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Kreishandwerkerschaft Pforzheim


    

Wichtige Informationen
 
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Nach langer Krankheit zurück in den Job
13. Mai 2013
 
Beinahe die Hälfte aller Krankheitstage in einem Betrieb gehen auf das Konto von Langzeiterkrankungen. Gerade für kleinere Unternehmen bedeutet das eine große Belastung. Umso wichtiger ist es, langzeitkranke Mitarbeiter nach ihrer Krankheit wieder erfolgreich in den Betrieb zu integrieren: Das Betriebliche Eingliederungsmanagement hilft konkret dabei, Mitarbeitern die Rückkehr an den Arbeitsplatz zu erleichtern.

In den vergangenen fünf Jahren ist der Anteil der Langzeiterkrankungen über sechs Wochen im Handwerk in Baden-Württemberg von 44,8 auf 50,7 Prozent (2012) aller Arbeitsunfähigkeitstage gestiegen. Dies ist der Krankenstandsstatistik der IKK classic zu entnehmen. Gleichzeitig gehen insgesamt mehr als ein Drittel der Fehltage auf Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenschmerzen und psychische Krankheiten zurück.

Krankheitsausfälle sind für Betriebe ein großer Kostenfaktor. Doch nicht nur das: Fehlt ein Mitarbeiter in einem kleiner Betrieb über längere Zeit, geht das auch zulasten der gesunden Kollegen. Unternehmer haben deshalb ein großes Interesse, kranke Mitarbeiter nach ihrer Genesung schnell und erfolgreich wieder in den Betriebsablauf einzugliedern.

Seit 2004 sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet: § 84 Abs. 2 Sozialgesetzbuch (SGB) IX sieht ein Betriebliches Eingliederungsmanagement vor, wenn ein Beschäftigter innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen – wiederholt oder am Stück – wegen Krankheit fehlt.

Ziel des Ganzen: Der Arbeitgeber trägt dazu bei, die Gesundheit des Mitarbeiters dauerhaft zu stärken und weiteren krankheitsbedingten Ausfällen vorzubeugen. Damit soll auch verhindert werden, dass der Beschäftigte seinen Arbeitsplatz verliert.

"Die Vorteile für den Betrieb liegen auf der Hand", erklärt Maritta Goll, Geschäftsührerin der IKK classic in der Region Mittlerer Oberrhein-Nordschwarzwald: "Das Know-How langjähriger Mitarbeiter bleibt erhalten, und die Kosten einer Neueinstellung entfallen. Außerdem sinken die Kosten für die Lohnfortzahlung analog zu den Fehlzeiten. Und: Ein gutes Betriebliches Eingliederungsmanagment verbessert das Image des Betriebs – das ist ein interessanter Aspekt in Zeiten des Fachkräftmangels."

Betriebliches Eingliederungsmanagement – was ist das überhaupt? "Dazu gehören Gespräche über die Ursachen der Arbeitsunfähigkeit, die Belastbarkeit des Mitarbeiters und mögliche Verbesserungen oder Erleichterungen am Arbeitsplatz", sagt Goll. "Die können ganz unterschiedlich aussehen: Zum Beispiel die Umgestaltung von Arbeitsabläufen. Oder Bewegungs- und Hebetrainings. Oder die Anschaffung von technischen Arbeitshilfen oder Schutzkleidung." Wird der Mitarbeiter in die Planung mit einbezogen, ist seine Motivation sicher größer, die Veränderungen mitzumachen, rät Goll.

Wichtigste Voraussetzung für ein Betriebliches Eingliederungsmanagement ist allerdings das Einverständnis des erkrankten Beschäftigten. "Am besten schriftlich", betont Goll. Die IKK classic unterstützt Betriebe bei der Wiederherstellung der Arbeitskraft ihrer Mitarbeiter.

Nähere Informationen finden sich im Internet unter www.ikk-classic.de/arbeitgeber/gesundheitsfoerderung-im-betrieb/betriebliches-eingliederungsmanagement.html .

Gewinne aus der Photovoltaikanlage gehören nicht zum Handwerksbetrieb
08. Mai 2013
 
Hat sich ein selbständiger Handwerker eine Photovoltaikanlage auf das Dach seines betrieblichen Gebäudes installieren lassen, ist diese Photovoltaikanlage dem Handwerksbetrieb nicht zuzuordnen. Das hat gerade gewerbesteuerliche Konsequenzen.

Der Bundesfinanzhof hat nämlich entschieden, dass das Betreiben einer Photovoltaikanlage mit dem Handwerksbetrieb nichts zu tun hat. Folge: Verluste aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage dürfen bei der Gewerbesteuer nicht mit Gewinnen aus der gewerblichen Tätigkeit als Handwerker saldiert werden (BFH, Urteil v. 24.10.2012, Az. X R 36/10). Dieses Urteil führt zu folgenden Schlussfolgerungen:

Auch Gewinne aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage können dem Gewinn aus dem Handwerksbetrieb gewerbesteuerlich nicht zugerechnet werden. Vorteile: Gewinne aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage bleiben bis zu 24.500 Euro (Freibetrag) gewerbesteuerlich im Jahr unversteuert.
Die Photovoltaikanlage darf nicht im Anlagevermögen des Handwerksbetriebs auftauchen.
Für den Betrieb der Photovoltaikanlage ist eine eigenständige Gewinnermittlung durchzuführen.

Tipp: Die Photovoltaikanlage und deren Einkünfte dürften nur dann dem Gewerbebetrieb eines Handwerksbetriebs zuzurechnen sein, wenn diese einzig und alleine der Stromversorgung für den Betrieb dient und keine Vergütungen aus der Einspeisung ins Netz eines Energieunternehmers erzielt werden.

Quelle: DHZ Deutsche Handwerks Zeitung online

Glaser optimistisch für die Zukunft
30. April 2013
 
Glaser optimistisch für die Zukunft
 
 
Einen recht rosigen Ausblick ins Geschäftsjahr 2013 gab Glaserinnungs-obermeister Bernd Hoheisen (Bild 2. von rechts) auf der diesjährigen Hauptversammlung der Glaser-Innung Pforzheim-Enzkreis. "Es läuft momentan gut, und dies trotz der bisher schlechten Witterungsverhältnisse", so die einleitenden Worte des Obermeisters.
Der Fensterabsatz sei im Jahr 2012 um rund 3,5% gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Und auch für 2013 erwarte die Branche einen weiteren Anstieg von rund 2 Prozent. Vor allem im Bereich der Mehrfamilienhäuser gebe es laut Hoheisen derzeit viel zu tun. Steigende Energiepreise sowie die geforderte Energiewende sorgten bei den Glasern derzeit für volle Auftragsbücher. Dabei werden die Fenster immer größer und wegen der 3fach-Verglasung vor allem auch immer schwerer. Dies sorge natürlich für steigende Fensterpreise. Gefordert seien zudem neue, stabilere Montagetechniken, die dem gestiegenen Gewicht der Fenster Rechnung tragen. Der Obermeister appellierte an seine Kolleginnen und Kollegen, die Preise der Fenster daher gut zu kalkulieren. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass man am Ende drauflege.

Trotz der guten Auftragslage hat mit der Firma Südwest Glas GmbH (Saint Gobain) wieder ein Hersteller im Isolierglasbereich unlängst die Segel streichen müssen. "An der Glasfront tobt derzeit ein erbittert geführter Preiskampf, was einerseits zu sinkenden Preisen führt, mittelfristig aber Lieferengpässe und damit dann wieder steigende Preise bringen wird", so Hoheisen.

Mit Herrn Waldemar Dörr (Bild links) stellte sich der neue Leiter der Bundesfachschule und Akademie für das Glaserhandwerk in Karlsruhe vor. Derzeit besuchten dort rund 310 Auszubildende des Glaserhandwerks die überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen. Zudem gebe es aktuell zwei Meisterklassen mit insgesamt 25 Meisterschülern.

Geschäftsführer Mathias Morlock stellte die neuen Innungsroll-ups vor, die künftig von den Mitgliedern kostenlos bei der Innung ausgeliehen und für eigene Zwecke eingesetzt werden können. Begleitend hierzu gibt es passende Mitgliederlisten und Zeitungsanzeigen. Kreishandwerksmeister Rolf Nagel (Bild 2. von links) beglückwünschte die Innung zu den gelungenen Roll-ups, welche künftig verstärkt für die Mitglieder- und Nachwuchsgewinnung im Glaserhandwerk eingesetzt werden können.

Das von Morlock vorgelegte Jahresergebnis 2012 sowie der Haushaltsplan 2013 wurden einstimmig genehmigt.

Achim Lamprecht (Bild rechts) von der IKKclassic referierte anschließend über die Änderungen im Bereich der geringfügigen Beschäftigung sowie über die Abgrenzung von Schülern und Praktikanten.

Welche Möglichkeiten die Homepage (www.kh-pforzheim.de) der Kreishandwerkerschaft Pforzheim-Enzkreis den Mitgliedsbetrieben bietet bzw. was hinter dem neuen Internetportal "www.handwerker-finde.com" steckt, hierüber informierte Geschäftsführer Morlock am Ende der Versammlung.

Obermeister Rolf Nagel wiedergewählt
26. April 2013
 
Obermeister Rolf Nagel wiedergewählt
 
 
Volles Haus bei der diesjährigen Hauptversammlung der Elektro-Innung Pforzheim-Enzkreis im neu umgebauten Gasthaus "Arlinger" in Brötzingen.
Hauptthema hierbei war die Diskussion über die Ausbildung im 1. Lehrjahr als Berufsfachschuljahr oder als duale Ausbildung mit Lehrvertrag. Eine Umfrage unter den Mitgliedern im Vorfeld hatte hier ein klares Votum für die duale Ausbildung anstatt des Berufsfachschuljahres erbracht. Nach Abwägen sämtlichem Für und Wider beließ man es bei der derzeit geltenden Regelung, wonach die Ausbildung im 1. Lehrjahr in Form eines Berufsfachschuljahres stattfindet. Allerdings können die Betriebe parallel hierzu auch die Möglichkeit einer dualen Ausbildung ab dem 1. Lehrjahr wählen, da die Heinrich-Wieland-Schule derzeit noch beide Möglichkeiten anbietet.

Ralf Maier von der Firma RUSOL referierte danach über den derzeitigen Stand der Technik bei Systemlösungen für Photovoltaik und Energiespeicherung.

Geschäftsführer Mathias Morlock legte den Finanzbericht sowie den Haushaltsplan 2013 vor, welche beide einstimmtig abgesegnet wurden.

Unter seiner Leitung fanden auch die anschließenden Neuwahlen statt. Diese erbrachten folgende, stets einstimmigen Ergebnisse:

Obermeister: Rolf Nagel (Bild Mitte)
stv. Obermeister: Andreas Kling und Markus Lud
Weitere Vorstandsmitglieder: Frank Arnold, Rudi Bleich, Siegfried Kälber, Klaus Klossas, Clemens Lechler, Ralf Maisenbacher, Markus Pfitsch, Luz Pietack, Steffen Ritter und neu Alexander Ruoff.

Aus dem Vorstand verabschiedet wurde Werner Meeh (Bild rechts), der nach nahezu 30 Jahren ehrenamtlicher Tätigkeit von der Innung zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt wurde.

Mit der Ehrennadel des Fachverbands Elektro- und Informationstechnik Baden-Württemberg geehrt wurden die Vorstandsmitglieder (Rudi Bleich, Clemens Lechler und Rolf Nagel (alle in Silber) sowie Andreas Kling (Bronze). Die Ehrungen wurden dabei vorgenommen von Rolf Brenner, Ressortleiter Aus- und Weiterbildung beim Fachverband in Stuttgart (Bild links).

Informative Hauptversammlung der Zimmerer
24. April 2013
 
Informative Hauptversammlung der Zimmerer
 
 
Wichtige Informationen standen im Mittelpunkt der diesjährigen Hauptversammlung der Zimmerer-Innung Pforzheim-Enzkreis, zu der Obermeister Waldemar Lampert zahlreiche Mitgliedsbetriebe und Ehrengäste im Energie- und Bauberatungszentrum begrüßen konnte.
Daniel Deutzer von der Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA BAU) informierte die Mitglieder über die Problematik bei der betrieblichen Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung und dem bundesweit festgelegten Mindesttariflohn im Baugewerbe. Was eigentlich gut gemeint ist, nämlich der Aufbau einer betrieblichen Zusatzrente für die Mitarbeiter, kann hier ganz schnell zu Problemen auf Seiten des Betriebes führen. "Theoretisch mag dies ja durchaus funktionieren, in der Praxis erweist sich das Ganze aber mal wieder als wenig durchdacht und zu bürokratisch", so Obermeister Lampert. Man dürfe sich daher seitens der Politik nicht wundern, wenn nur wenige Baubetriebe die Altersvorsorge durch Entgeltumwandlung nutzten.

Gefahren für die Betriebe berge auch das Thema "Leiharbeitnehmer". "Grundsätzlich ist der Einsatz von Leiharbeitskräften im Baugewerbe verboten" so Deutzer. Möglichkeiten biete hier aber die sogenannte Kollegenhilfe, also die Ausleihung von Arbeitskräften von anderen Baubetrieben. Voraussetzung ist nur, dass beide Betriebe dem Sozialkassenumlageverfahren der SOKA Bau angeschlossen sind. "Innungsmitgliedsbetriebe können sich im Bedarfsfall also problemlos gegenseitig Mitarbeiter ausleihen und so auf Auftragsschwankungen flexibel reagieren".

Nach einem ausführlichen Bericht des Obermeisters und den von Geschäftsführer Mathias Morlock vorgelegten Finanzergebnis und Haushaltsplan referierte Achim Lamprecht von der IKKclassic über Neuerungen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement und dessen Einsatzmöglichkeiten in den Mitgliedsbetrieben. Obermeister Lamprecht sagte zu, einen entsprechenden Gesundheitszirkel auf Innungsebene einzuführen, um die Betriebsinhaber und Mitarbeiter für dieses Thema zu sensibilisieren.

Frank Goutier, technischer Oberlehrer an der Alfons-Kern-Schule berichtete über ein von der Eberhard-Schöck-Stiftung finanziertes Austauschprogramm für Auszubildende im Baugewerbe. Nachdem Anfang des Jahres russische Auszubildende aus Ekaterinburg für 2 Wochen in Pforzheim verweilten, statteten Anfang März die Auszubildenden des Zimmererhandwerks ihren russischen Kollegen einen Gegenbesuch ab. Für zwei Wochen lebten und arbeiteten die-Azubis angeleitet von ihrem Lehrer Goutier bei Außentemperaturen von teilweise unter -30 Grad und erstellten an der dortigen Berufsschule einen Holzpavillon nach Zimmermannsart. "Wir haben dabei nicht nur Land und Leute in Russland kennengelernt, sondern auch Freundschaften geschlossen", so Goutier. Ein Erlebnis, das den jungen Auszubildenden noch lange in Erinnerung bleiben werde.

Goutier machte aber auch darauf aufmerksam, dass die Lehrlingszahlen im Bereich des Berufsfachschuljahres weiterhin rückläufig seien. Er appellierte daher eindringlich an alle anwesenden Mitgliedsbetriebe, künftig wieder verstärkt auszubilden, ansonsten drohe schon bald auch im Zimmererhandwerk ein Fachkräftemangel.

Geschäftsführer Morlock ging danach kurz auf die in Zusammenarbeit mit der Pforzheimer Zeitung geplante Sonderveröffentlichung "Handwerk in der Region" ein, an welcher sich auch die Zimmerer-Innung mit beteiligen wird. Zudem warb er für die neue Internetplattform "handwerker-finden.com", welche erst seit wenigen Monaten online sei und schon Zugriffszahlen von nahezu 1 Mio. Klicks verzeichne.

Für ihre langjährige ehrenamtliche Mitarbeit in den verschiedensten Innungsgremien ausgezeichnet wurden die Zimmerermeister Klaus Eberle (Pforzheim), Barbara Prokosch (Bauschlott) und Waldemar Lampert (Ölbronn), jeweils mit der Ehrennadel der Innung in Silber, sowie Uwe Holzhauer (Neuhausen), Markus Karl (Öschelbronn) und technischer Oberlehrer Frank Goutier jeweils mit der Ehrennadel der Innung in Bronze.

Bild: Hauptreferent Daniel Deutzer von der SOKA BAU Wiesbaden (links) und die geehrten Innungsmitglieder mit Innungsobermeister Waldemar Lampert (rechts) .

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